88. IIC der ITF vom 22.-24.11.2013 in Belgien – Die Erfolgsstory geht weiter

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Als im Januar 2003 der 1. IIC der ITF in Köln durchgeführt wurde, war noch nicht abzusehen, dass sich dieses Programm so durchsetzen und etablieren würde, denn die Nachfolge von General Choi hinsichtlich der Vermittlung der Tuls anzutreten, war gleichermaßen ein schwieriges, wie sensibles Thema. Nunmehr kann aber mit Fug und Recht behauptet werden, dass die Mitglieder des Technischen Komitees (GM Hector Marano – Argentinien, GM Wim Bos – Italien und GM Kim-Lan Ung – Deutschland/vorher GM Trajtenberg – Argentinien, allesamt 9. Dan) eine dermaßen gute Arbeit liefern, dass die Teilnehmerzahlen in einigen Fällen rekordverdächtig sind.

In Belgien nahmen 236 Sportlerinnen und Sportler aus 21 (!) Ländern teil. Diese Anzahl wäre noch leicht zu überbieten gewesen, aber Rotgurte sind (mit Ausnahmen in strukturschwachen Gebieten der ITF) nicht mehr zugelassen. Dennoch musste die Gruppe geteilt werden (1. bis 3. Dan und 4. Dan und höher), was sich als gute und richtige Entscheidung herausstellte.

Von einem Novum gibt es ebenfalls zu berichten: Erstmals nahmen auch zwei Großmeister am IIC teil, nämlich die Großmeister Rolf Becking (9. Dan aus Deutschland) und Orello Ellis (9. Dan aus England). Zudem standen weitere 19 Meister mit 7. und 8. Dan in den ersten Reihen. Diese Tatsache darf man durchaus als Wertschätzung den Lehrgangsleitern gegenüber verstehen und nicht nur als Pflichtveranstaltung. Dies ist umso bemerkenswerter, als dass selbst zur Zeit der Seminare von General Choi die Meister nur noch durch Anwesenheit bzw. Bemerkungen von ihren Sitzstühlen wahrgenommen wurden.

In Belgien wurden nahezu alle Aspekte des TKD vermittelt und geübt und hierbei zeigte sich die bereits erworbene Souveränität der Lehrgangsleiter aus den vergangenen 11 Jahren (im Schnitt 8 Seminare pro Jahr).

Geehrt wurde die Meisterin Christa Wintzer (8. Dan aus Dortmund), die als älteste Teilnehmerin alle Übungen mitmachte und für uns alle, speziell aber für die Frauen, ein absolutes Vorbild darstellt. Die Organisatorin, Annick van Driessche, betonte in ihrer Laudatio, dass Christa Wintzer im Alter von 70 Jahren besonders im Herzen jung geblieben sei.

Mit lang anhaltendem und verdientem Beifall wurde Vladimir Machota (6. Dan aus Tschechien) bedacht, der letztes Jahr bei einem Unfall sein Augenlicht verloren hat und dennoch den kompletten Lehrgang (mit Unterstützung) absolvierte. Zudem führte er einige Tuls vor, bei denen er durch eine akustische Begleitung Richtungsorientierung erhielt.

Erstmals wurde auch im Rahmen des IIC dem neuen Kid’s Programm Raum und Zeit geboten und Meister Nardizzi (8. Dan aus England), der „geistige Vater“ des Programms, zeigte ein sehr professionelles Seminar.

In der Prüfung am Sonntag konnte Christoph Dörken (Remscheid) sein Können unter Beweis stellen und bestand diese zum 7. Dan Meistergrad – herzlichen Glückwunsch!

Text: Paul Weiler
Fotos: Sven Heinrich / ITF-Belgien

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