Nachruf auf Jaqueline Rowold

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Liebe Taekwon-Do Freunde,

mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass Jaqueline Rowold unserer Taekwon-Do Familie entrissen wurde.
Die aus Nordenham stammende Jaqueline starb plötzlich und völlig unerwartet im Alter von nur 20 Jahren. Jaqueline betrieb Taekwon-Do seit frühester Kindheit. Ausbildungsbedingt zog es sie im Sommer 2014 für ein duales Studium im Gesundheitsmanagement nach Leipzig.
Auf der Kampffläche war sie in unvergleichlicher Art ein quirliger norddeutscher Wirbelwind, der auch durchaus zum Orkan heranwachsen konnte. Exemplarisch dafür ist vielen sicher noch sehr gut das Kampfinale der letzten Deutschen Meisterschaft in Erinnerung, wo sie in Runde 2 einen Rückstand aufholte und sich dann den Titel sicherte. Aktuell war sie zudem dreifache amtierende Deutsche Meisterin (Kampf, Tul und Kraftbruchtest). Sie war damit eine der vielseitigsten Deutschen Taekwon-Do Sportlerinnen. In allen Bereichen des Taekwon-Do war sie in der Lage, absolute Topleistungen zu zeigen. Dies machte sie auch seit Jahren zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Deutschen Nationalteams. Auch international gewann sie zahlreiche Titel und Platzierungen in Einzel- und Mannschaftswettbewerben. Zuletzt erreichte sie bei der Europameisterschaft in Schottland vor wenigen Wochen noch folgende Platzierungen:

  • Europäische Vizemeisterin im Formenlauf
  • Europäische Vizemeisterin im Mannschafts-Spezialbruchtest der Frauen
  • Platz 3 im Mannschafts-Kraftbruchtest der Frauen
  • Platz 3 im Mannschaftsformenlauf der Frauen

Einen Menschen wie Jaqueline kann man aber nicht allein auf die sportlichen Erfolge reduzieren. Denn wenn sie nach einem Kampf den Kopfschutz abnahm, war da stets sofort das leicht verschmitzte Lächeln unter den blauen Augen zu sehen. Ohne dieses Lächeln hat man sie nur sehr selten erlebt. Dieses Lächeln war durchaus symbolisch dafür, wie sehr sie stets pure Lebensfreude, Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit ausstrahlte. Mit diesem sympathischen Auftreten hat sie viele Herzen erobert und entsprechend groß wird nun die Lücke sein, die sie bei ihren Wegbegleitern des Dojang Nordenham, Mana Sport Leipzig, dem ITF-D Nationalteam, Freunden und Angehörigen hinterlässt.


Allen engen Freunden und vor allem den Angehörigen drücken wir unser tiefstes Mitgefühl aus.

 

Der Vorstand des ITF-D e.V.

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