WM 2019 - Der letzte Wettkampftag

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Der letzte Wettkampftag am Samstag, dem 27.04.2019, war sicherlich für viele Teilnehmer und auch Zuschauer einer der spannendsten und nervenaufreibendsten Tage der diesjährigen Weltmeisterschaft. Denn am Samstag fanden nicht nur die Halbfinal- und Finalbegegnungen der Einzelkämpfe statt, sondern auch die Teamwettbewerbe. Bereits bei den Wettkämpfen in den Einzeldisziplinen herrschte eine fantastische Stimmung in der Max-Aicher-Arena und die Zuschauer feuerten lautstark ihre Wettkämpfer an. Aber bei den Teambegegnungen am Samstag konnte wirklich niemand mehr ruhig auf seinem Platz ausharren. Aus deutscher Sicht waren die Kämpfe des Herrenteams ein Höhepunkt des Tages. Das Team konnte sich zunächst gegen Finnland, Neuseeland und Russland durchsetzen und schaffte so den Einzug ins Finale, wo es schließlich der polnischen Mannschaft gegenüberstand. Mit 13:5 Punkten sicherten sich die Männer in einem spektakulären, auf dem Centerring ausgetragenen Wettstreit souverän den ersten Platz. Im Team sind: Ahmed und Al Amin Rmadan, Colin Adolfs, Nicolas Freitag, Nils Knop und Semih Dalkic.

Auch in den Einzeldisziplinen der Junioren und der Senioren kann die deutsche Nationalmannschaft großartige Erfolge verbuchen. So wurden die Geschwister Anis und Maissa Triqui jeweils Weltmeister in ihren Klassen. Anis bei den Junioren bis 62 Kg, Maissa bei den Junioren bis 50 Kg. In der gleichen Klasse sicherte sich Lina Bouymejjan gegen ihre Teamkollegin Maissa die Silbermedaille. Auch Jenna Marie Jakob war bei ihrer ersten WM-Teilnahme gleich erfolgreich und erkämpfte sich bei den Junioren bis 45 Kg die Bronzemedaille.

Bei den Frauen bis 62 Kg errang Andrea Sinner gegen ihre slowenische Gegnerin den 1. Platz. Al Amin Rmadan trat in einem furiosen Finale in der Klasse bis 85 Kg gegen einen Ukrainer an. Leider musste er sich trotz aller Anstrengung dem sehr starken Gegner mit 1:3 geschlagen geben. Gleichwohl sicherte er dem deutschen Team einen weiteren Podestplatz. Nils Knop ergänzte den deutschen Medaillenspiegel um eine weitere Silbermedaille nach seinem Finalkampf gegen einen Norweger in der Klasse bis 70 Kg, den er mit 1:3 verlor.

Insgesamt kann die deutsche Nationalmannschaft auf eine Weltmeisterschaft zurückblicken, bei der sie insbesondere in den Kampfdisziplinen überzeugende Leistungen demonstriert hat. Wenngleich es durchaus fragwürdige Kampfrichterwertungen und zuweilen unverständliche Entscheidungen einzelner Mattenleiter gegeben haben mag, so hat die WM allerdings auch die Stellschrauben offengelegt, an denen das deutsche Team noch justieren kann, um auch in den Tul- und Bruchtestwettbewerben erfolgreicher abzuschneiden.

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